Donnerstag, 22. Dezember 2016

Traditionelle Weihnachtsbräuche im Vinschgau

Bildquelle: Optimaclicks GmbH

Die Adventszeit in Südtirol ist geprägt vom Sternsingen, Räuchern und den Heiligen Drei Königen. Am ersten Sonntag im Advent wird auch im Vinschgau so mancherorts ein Adventskranz aufgestellt. Dieser wird in liebevoller Handarbeit mit gewunden Tannenzweigen, vier Kerzen und reichlich weihnachtlicher Dekoration hergestellt. Im Rahmen einer kleinen Andacht oder dem Vorlesen der Weihnachtsgeschichte wird dann jeden weiteren Sonntag eine Kerze angezündet.

Die Tradition des Heiligen Nikolaus im Vinschgau


Am 6. Dezember, dem Tag des Heiligen Nikolaus, finden im Vinschgau zahlreiche Umzüge statt. In Begleitung von verkleideten Engeln und einer Schar von “Krampussen” verteilt der ebenfalls verkleidete Nikolaus dabei Süßigkeiten, Mandarinen und Nüsse. Die von heimischen Vereinen gestalteten Teufelsmasken und die Ruten der Krampusse verbreiten so machen Schrecken! Aber so will der die jahrhundertealte Tradition in Südtirol! Besonders sehenswert ist der Nikolaus- und Krampusumzug in Stilfs bei Prad. Dort wird der Heilige Nikolaus von einer Schar “Klosn” begleitet, kunterbunte, furchterregende Gestalten mit riesigen Ketten und Schellen.

Die Weihnachtskrippe in Südtirol


Bildquelle: Optimaclicks GmbH
Zusammen mit dem Christbaum wird einige Tage vor dem Heilig Abend in den meisten Häusern die Weihnachtskrippe aufgestellt. Dabei stellen Ton- oder selbst geschnitzte Holzfiguren die Situation der biblischen Weihnachtsgeschichte von Maria, Josef und dem Jesukind dar. Am 6. Jänner gesellen sich die Heiligen Drei Könige hinzu.


Das traditionelle Räuchern im Vinschger Raum


Eine weitere Tradition im Vinschgau ist das Räuchern. Am Heilig Abend, am Silvesterabend sowie am Dreikönigstag zieht die Familie mit einer kleinen Pfanne voller Glut, in die Weihrauch gestreut wurde, betend durch das Haus bzw. den Hof und erbitten so den Segen.

Die Sternsinger aus dem Morgenland


In den ersten Tagen des neuen Jahres ziehen die sogenannten Sternsinger von Haus zu Haus. Kinder, die sich als die Heiligen Drei Könige verkleiden, singen dabei besondere Lieder und, begleitet von einem Erwachsenen, sammeln sie Spenden. Der Hintergrund dieser Tradition: Die Heiligen Drei Könige kamen, der biblischen Weihnachtsgeschichte nach, aus dem Morgenland, um das Jesukind mit reichlich Gold, Myrrhe und Weihrauch zu beschenken. Die Sternsinger haben geweihte Kreide dabei. Mit dieser werden die Initialen C+M+B (Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus) sowie die jeweilige Jahreszahl an die Haustür geschrieben.



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